Reise nach Ukraine

Letzten Monat war ich mit meiner Frau in der Ukraine. Das Hauptziel war, die Gelegenheiten meines Schwiegervaters, dessen gesetzlicher Betreuer ich bin, zu erledigen und am 25. Mai habe ich dort eine Hochzeit fotografiert, bei der viele Tränen vergossen wurden, weil die Gäste bei ihren Gratulationen die Erinnerungen an die verstorbene Mutter der Braut hervorgerufen haben. So eine “traurige” Hochzeit habe ich noch nie erlebt.
Als wir am 23. Mai in Kiew gelandet sind, fuhren wir zuerst nach Poltawa, um diese historische Stadt anzuschauen, in der uns die Freundin meiner Frau erwartet hat. Danach fuhren wir mit dem Nachtzug nach Krivoj Rog, Heimatstadt meine Frau, und konnten die ganze Nacht nicht schlafen, weil im Zug ganz stark nach Urin gestunken hat. Aber gleich nach der Ankunft mussten wir uns um die Gelegenheiten des Schwiegervaters kümmern, was nicht so viel Spaß gemacht hat, weil die Organisationen mich als Betreuer nicht anerkennen wollten.Hochzeit
Nach meiner letzten Reise nach Ukraine vor 5 Jahren hatte ich das Gefühl, dass das Land noch maroder geworden ist. Auch die Gemeinde, die meine Frau früher besucht hat und in der wir uns beim Missionseinsatz 2000 kennen gelernt haben, ist leerer geworden. Es liegt zum größten Teil daran, dass viele Ukrainer das Land verlassen müssen, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Viele wandern sogar ganz aus, meistens nach Polen.
Am 26. Mai haben wir uns nach dem Gottesdienst mit alten Freunden zum Grillen getroffen (siehe Titelbild). Das war ein schönes Zusammensein. Eine Schwester aus der Gemeinde, die sich mit Wasserfiltern beschäftigt, hat uns einen verkauft. Das hat sich gelohnt, weil unser Wasser aktuell wegen entdeckten Keimen gechlort wird und weil so ein Filter in Deutschland doppelt so teuer kostet. Aber auch die Gemeinschaft mit der Schwester war für mich persönlich sehr ermutigend. Wir danken unsere Beter, die uns im Gebet getragen haben.

About the author

Viktor Schwabenland

Click here to add a comment

Leave a comment: