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Erfahrungen im Katastrophengebiet

Am 1. August bin ich mit Michael Bitzer, Pastor der FeG Augsburg Mitte, nach Rheinbach im Reinland-Pfalz gefahren, um dort im Überschwemmungsgebiet zu dienen. Nach einer Übernachtung bei einer Familie aus der FeG Rheinbach ging unser Einsatz am Montag los. Zuerst waren wir an einem Ort, der nicht nach einem Katastrophengebiet aussah, in dem wir einem älteren Herren geholfen haben, die Fliesen von Wänden abzumachen und zu entsorgen. Nach der Mittagspause fuhren wir aber nach Altenburg, zu einem Ort im Tal, der von 8 Meter hohen Wasserflut überrumpelt wurde. Unser Auftrag war, den Schlamm aus dem Keller des Hauses einer alleinstehenden Frau, die dort mit ihrem Sohn gelebt hat, der einen Gehirntumor hatte. Ihr Haus war nicht versichert und deswegen war sie für unsere Hilfe sehr froh und dankbar.
Schon ab ersten Sekunde spürte man einen Teamgeist, der uns alle in einer Einheit arbeiten ließ. Es gab keinen Streit, keine Auseinandersetzungen und auch Corona hat überhaupt keine Rolle gespielt. Niemand hatte Berührungsängste oder Eckel vor dem Schlamm. Total verdreckt waren wir am Abend glücklich, dass wir mit unserer Arbeit einem Menschen Hoffnung geschenkt haben.
Die weiteren Nächte haben wir im Motel One in Bonn kostenlos als Fluthelfer übernachtet, inklusive Frühstück. Vom Dienstag bis Donnerstag haben wir im gleichen Haus den Schlamm rausgetragen, Estrich abgeschlagen und nasse Wandbekleidung entfernt. Am Donnerstag war dann der Keller frei vom Schlamm und alle Fußböden frei vom angefaulten Estrich.
In den Essenspausen habe ich viele Fluthelfer mit meinen Zeugnissen ermutigt und neue Freunde gefunden. So fuhr ich am Donnerstag erfüllt und glücklich nachhause. Es wird aber immer noch Hilfe benötigt und jeder kann helfen! Wenn Du auch Interesse hast und Deine Zeit gern dafür investieren willst, um die Flutopfer praktisch zu unterstützen, wende Dich an die FeG Rheinbach, um sich für den Einsatz anzumelden. Sie leisten hervorragende Arbeit und kümmern sich gut um Versorgung der Fluthelfer.
Am Samstag war ich mit meiner Chefin in der Stadt Augsburg unterwegs, um Müll auf den Straßen einzusammeln. Wir waren ein Teil der Aktion, die Michael Bitzer (FeG Augsburg Mitte) organisiert hat. So war für mich fast die ganze Woche mit Säubern zu tun.

Hier noch ein paar Bilder vom Einsatzgebiet:

Viktor

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EntharzviertStoff aus dem Katastrophengebiet

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