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Aushilfe im Buchladen – Zeitschriftenartikel in der Z Kompakt

* Am Dienstag fragte mich meine Chefin, ob ich im Buchladen Books’n Beans aushelfen würde, weil dessen Betreiberin sich den Arm gebrochen hat. Da ich bereits in einer christlichen Bücherstube gearbeitet und auch kaufmänische Ausbildung hinter mir habe, habe ich mich bereit erklärt, es zu tun. So kommt es mir jetzt vor, als ob Gott mich zur Zeit immer öfter als praktischen Helfer gebrauchen möchte und meine Chefin nichts dagegen hat, mich dafür freizugeben, weil das auch zu der Satzung des Vereins dazugehört.
* Letzte Woche nach der Veröffentlichung meiner Podcast-Folge mit dem Bericht aus dem Katastrophengebiet, kam eine Nachricht von Peter Ischka, dem Herausgeber der Zeitschrift “Z Kompakt”, der mich fragte, ob ich einen Artikel für seine Zeitschrift schreiben würde. Da erinnerte ich mich daran, als ich 2017 an einem Tag überlegt habe: “Es wäre nicht schlecht, einen Artikel für eine christliche Zeitschrift zu schreiben!” und am nächsten Tag kam der Anruf von der ide Spektrum, die mich fragten, ob ich einen Artikel für sie zum Thema Blogging schreiben könnte. Das war für mich eine Überraschung, zeigte mir aber auch, dass Gott meine Gedanken kennt. Auch viele Ideen, die mir in den Sinn kamen, haben sich immer wieder als Ideen Gottes bewahrheitet.
* Der ist mein Versorger. Wie ich schon im letzten Monat gepostet habe, steckten wir in finanziellen Schwierigkeiten. Einige haben auf meinen Spendenaufruf bei Facebook reagiert, doch das hat gerade so gereicht, um Lebensmittel zu kaufen. Ab September würden uns 1000 Euro fehlen, weil meine Frau anfängt mit der Ausbildung und das zusätzliche HARZT IV somit gleich ausfällt. So betete ich letzte Woche, dass Gott mir bis Montag eine Lösung schenkt, sonst müsste ich ein Kredit aufnehmen. Und am Samstag bekam ich einen Anruf von einem Bruder, den ich bei einem Workshop im einem Gästehaus in Maicha kennen gelernt habe, der mir eine finanzielle Hilfe angeboten hat. Gott ist gut!

Erfahrungen im Katastrophengebiet

Am 1. August bin ich mit Michael Bitzer, Pastor der FeG Augsburg Mitte, nach Rheinbach im Reinland-Pfalz gefahren, um dort im Überschwemmungsgebiet zu dienen. Nach einer Übernachtung bei einer Familie aus der FeG Rheinbach ging unser Einsatz am Montag los. Zuerst waren wir an einem Ort, der nicht nach einem Katastrophengebiet aussah, in dem wir einem älteren Herren geholfen haben, die Fliesen von Wänden abzumachen und zu entsorgen. Nach der Mittagspause fuhren wir aber nach Altenburg, zu einem Ort im Tal, der von 8 Meter hohen Wasserflut überrumpelt wurde. Unser Auftrag war, den Schlamm aus dem Keller des Hauses einer alleinstehenden Frau, die dort mit ihrem Sohn gelebt hat, der einen Gehirntumor hatte. Ihr Haus war nicht versichert und deswegen war sie für unsere Hilfe sehr froh und dankbar.
Schon ab ersten Sekunde spürte man einen Teamgeist, der uns alle in einer Einheit arbeiten ließ. Es gab keinen Streit, keine Auseinandersetzungen und auch Corona hat überhaupt keine Rolle gespielt. Niemand hatte Berührungsängste oder Eckel vor dem Schlamm. Total verdreckt waren wir am Abend glücklich, dass wir mit unserer Arbeit einem Menschen Hoffnung geschenkt haben.
Die weiteren Nächte haben wir im Motel One in Bonn kostenlos als Fluthelfer übernachtet, inklusive Frühstück. Vom Dienstag bis Donnerstag haben wir im gleichen Haus den Schlamm rausgetragen, Estrich abgeschlagen und nasse Wandbekleidung entfernt. Am Donnerstag war dann der Keller frei vom Schlamm und alle Fußböden frei vom angefaulten Estrich.
In den Essenspausen habe ich viele Fluthelfer mit meinen Zeugnissen ermutigt und neue Freunde gefunden. So fuhr ich am Donnerstag erfüllt und glücklich nachhause. Es wird aber immer noch Hilfe benötigt und jeder kann helfen! Wenn Du auch Interesse hast und Deine Zeit gern dafür investieren willst, um die Flutopfer praktisch zu unterstützen, wende Dich an die FeG Rheinbach, um sich für den Einsatz anzumelden. Sie leisten hervorragende Arbeit und kümmern sich gut um Versorgung der Fluthelfer.
Am Samstag war ich mit meiner Chefin in der Stadt Augsburg unterwegs, um Müll auf den Straßen einzusammeln. Wir waren ein Teil der Aktion, die Michael Bitzer (FeG Augsburg Mitte) organisiert hat. So war für mich fast die ganze Woche mit Säubern zu tun.

Hier noch ein paar Bilder vom Einsatzgebiet: